Eintrag Nr. 1, 25.07.2016: Gute Tage? Schlechte Tage?

Es gibt Tage, an denen ist die Welt einfach in Ordnung für mich. Ich habe gute Laune, bin aktiv, von morgens an fit, geistig wach und voller Elan und Motivation. Ich freue mich an solchen Tagen, denn dann weiß ich, dass ich einiges schaffe und mich nicht überfordert fühle. Ich genieße diese Tage, denn diese Tage sind für mich nicht mehr alltäglich.

Und dann gibt es Tage, an denen ich einfach nur im Bett liegen bleiben und die Decke über den Kopf ziehen möchte. An solchen Tagen - das weiß ich inzwischen - bekomme ich einfach nichts auf die Reihe. Der Haushalt bleibt meist bis mittags liegen, ich bin unmotiviert, kraftlos und einfach nur am Ende.


Ich bin 23 Jahre jung, habe zwei Söhne im Alter von 9 Wochen und 7 Jahren und leide an schweren Depressionen. Hervorgerufen durch Gewalt, Stress, Burnout, und so manches mehr. Doch genaueres werde ich erst nach und nach erläutern.

Heute ist ein Tag, an dem es mir nicht sonderlich gut geht. Ein Tag, an dem ich bis mittags im Bett gelegen bin und nur das Nötigste gemacht habe. Mir fehlt Kraft.

Mein gestörtes Essverhalten macht die Sache nicht besser. An Tagen wie dem heutigen esse ich viel. Vor allem morgens. Alles, was ich finde. Schokolade, Cornflakes, Brot. Einfach alles. Und danach fühle ich mich dann so voll, dass ich über der Schüssel hänge. Prima!

Das muss endlich wieder aufhören. Schließlich muss ich nach der Schwangerschaft wieder einiges an Gewicht los werden. Nach der Geburt meines Sohnes wog ich 90 kg bei einer Größe von 1,69 m. Definitiv zu viel. Inzwischen sind es immerhin 17 kg weniger. Aber dennoch liegt mein Wohlfühlgewicht viel weiter unten.

Ich muss also dafür sorgen, dass es mir psychisch wieder besser geht, um solche FA's zu vermeiden.
Wie ich das anstelle? In erster Linie mit Medikamenten. Diese habe ich während der Schwangerschaft abgesetzt, nach der Geburt jedoch schnell gemerkt, dass es ohne einfach nicht geht und ich verdammt schnell wieder in dieses tiefe, dunkle, schwarze Loch rutsche. Also das ganze von vorn. Seit gut einer Woche nehme ich also wieder Citalopram. Bis die wirken dauert es jedoch eine Weile, da erst ein gewisser Spiegel im Blut erreicht werden muss. Nun, wir werden sehen.

An zweiter Stelle steht Bewegung. Wir sind mit den Kindern jeden Tag draußen. Mehrere Stunden. Fahrrad fahren, Inline Skates, Spazieren, Spielplatz usw.
Das tut mir und auch meinem Großen Sohn unheimlich gut. Ich brauche das! Er braucht das!


An dritter Stelle steht dann wenig Essen. Ich weiß, dass es ungesund ist. Ich weiß, dass es zum Jojo-Effekt führen kann. Ich weiß, dass ich damit kein gutes Vorbild bin. Bla bla bla. Ist mir alles bewusst.

ABER: Es geht mir einfach deutlich besser, wenn mein Magen leer ist. Ich fühle mich fitter, beweglicher und einfach wohler. Mein gestörtes Essverhalten erwähnte ich ja bereits. Also erspart mir bitte sämtliche erklärende, ermahnende Kommentare. An meinem Essverhalten wird sich nichts ändern.

Wie ihr also sehen könnt ist es ein wohl nie endender Kreislauf: Geht es mir gut, esse ich wenig, halte mich an meinen Abnehmplan, mache viel Sport und bekomme einiges auf die Reihe.

Geht es mir dagegen nicht gut, liege ich den ganzen Vormittag im Bett, esse viel, bekomme dadurch ein Völlegefühl, fühle mich noch miserabler, bin dann träge und schlecht gelaunt. Und das immer und immer wieder von vorn.


Wie schon gesagt ist heute einer der schlechten Tage. Ich habe morgens schon viel gegessen, fühle mich (trotz übergeben) unheimlich voll und muss mich nun aufraffen, hier etwas zu tun. Schwierig. Aber es nutzt nun mal nichts.


Also, alles ignorieren, aufraffen und weiter geht das Leben! Wäsche waschen, saugen, sauber machen und dann ab nach draußen, um heute Abend wieder tot ins Bett zu fallen.


In diesem Sinne einen schönen Nachmittag!


Butterfly

25.7.16 13:24

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